Inszenierung, Selbstdarstellung, Egozentrismus und Ich-Sucht sind Begriffe mit fadem Beigeschmack. Populärer denn je, doch deshalb nicht weniger unbeliebt, sind Menschen die sich jederzeit ins Rampenlicht drängen und ohne Rücksicht auf Verluste die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken versuchen.
Dabei ist ein gesundes Maß an Geltungsbedürfnis gesund und bedeutsam. Selbst- und Zielbewusstsein gilt im Alltag gar als erstrebenswert. Wer es versteht sich selbst zu verwirklichen und sich geschickt in Szene zu setzen, kann sich gemeinhin dem Ansehen als Karrierist mit hoher Selbstdisziplin und großer Integrität sicher sein.
Doch lohnt es sich bisweilen genauer hinzusehen. Ändern sich die Rahmenbedingungen, oder ballen sich oben genannte Persönlichkeiten an einem Ort, dann nehmen eben solche Eigenschaften teils abstruse Dimensionen an und potenzieren sich zu einem unbändigen Wust an überzogenen Eitelkeiten. Eben noch sympathische Charaktereigenschaften mutieren zu ausufernden narzisstischen Zügen, Selbstbewusstsein wird zu Arroganz und jedes noch so kleine Quentchen reflektierter Sichtweise verkümmert innerhalb kürzester Zeit zu einem Horizont mit dem Radius 0.
In meiner Reihe „soziokulturelle Lebensräume mit großem persönlichkeits-modifizierendem Potential“ soll es heute schlicht um das Fitness-Studio* gehen.
Betrachtende wir uns an dieser Stelle einige Phänomene die mit der Lokalität in Verbindung stehen und ziehen Rückschlüsse:
















