November 25, 2009

Neuer Trend: depressiv sein

Robert Enke hat’s vorgemacht, nun machen es alle nach; Depressivität ist voll im kommen.

Vorab: Ich entschuldige mich für etwaige Entgleisungen. Nur möchte ich zu Bedenken geben das eine Entgleisung das einzige gewesen wäre, dass Robert Enke noch hätte retten können.Nicht mehr zu retten hingegen sind all jene C-Z Promis die plötzlich ihre  Schwermut und Behäbigkeit zu einer handfesten Lebenskrise hochstilisieren, völlig schamlos und unverfroren im Keilwasser des verstorbenen Robert E., der im Gegensatz zu vielen anderen tatsächlich depressiv  war.

Das Schlimme daran: mag ein Promi noch so kläglich und schamlos sein, für viele bleibt er ein Idol. Insbesondere 14 jährige Teenies sind nicht davor gefeit sich die plötzlich auftretenden Lebenskrisen ihres Lieblings-Soap-Stars zu Herzen zu nehmen und ein völlig falsches Bild davon zu bekommen, was Depressionen wirklich sind.

Depressionen sind eklig, kalt, schleichend und unaufhaltsam. Sie ziehen einen in den Abgrund und lassen erst dann los wenn es zu spät ist. Zu glauben man könne sich ohne Hilfe davon befreien ist naiv. Es geht stetig bergab. Das rettende Seil muss einem frühzeitig zugeworfen werden, kommt es zu spät ist es entweder zu kurz, oder es fehlt einem die Kraft zuzugreifen.

Eine Selbstdiagnose ist bei weitem nicht so simpel wie es uns die BILD-Zeitung weiß zu machen versucht. Niedergeschlagenheit über Monate hinweg kann ein Indikator sein. Die eigene Daseinsberechtigung immer zu in Frage zu stellen umso mehr. Spätestens wenn Euch jede noch so kleine Tätigkeit wie eine riesige Hürde vorkommt, ist es an der Zeit zum Arzt zu gehen (und auch das ist in diesem Moment leichter gesagt als getan)

Also liebe Soap-Fans: nehmt Euch die Hobbiediagnosen aller gescheiterten Show-Biz-Charaktere nicht all zu sehr zu Herzen. Wenn es Euch schlecht geht und Ursachen dafür seht, dann seid ihr nicht depressiv sondern schlecht drauf. Sich dann selbst zu diagnostizieren löst die Probleme nicht, sondern legitimiert sie nur. Schlimmer noch: wer glaubt im Moment der miesen Laune unter einer Depression zu Leiden und damit den Gipfel erreicht zu haben, verkennt den Ernst einer echten Depression und fällt umso schmerzhafter auf die Nase wenn ihn die Depression tatsächlich trifft.

September 26, 2009

Neu und demnächst hier: Die Abenteuer von LAMBI-MAN

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… be part of it

September 16, 2009

„Heul doch!“ oder „Über die Anatomie des Jammerlappens“

Wie Ihr sicher wisst verfügt das menschliche Hirn über vier Areale mit unterschiedlichen Funktionen. Da wäre zum einen der Frontallappen (zuständig für die Koordination der Bewegungen), außerdem der Parietallappen (zuständig für das räumliche Vorstellungsvermögen), der Occipitallappen (unser Sehzentrum) und der Temporallappen (für Sprache und Gedächtnis). Der Deutsche allerdings weist eine anatomische Besonderheit auf, er verfügt über den sogenannten Jammerlappen.

Der Jammerlappen (zuständig für Schwarzmalerei, Misanthropie und Pessimismus) ist eng mit der Motorik im Kieferbereich verbunden -> respektive mit jener Muskulatur die für das nach-unten-ziehen der Mundwinkel zuständig ist, nimmt aber auch Einfluss auf das Sprachzentrum und die übrige Motorik. Der Jammerlappen passt sich der Umgebung an und ist je nach Situation unterschiedlich stark im Einsatz; während er seine Funktionen in Sommermonaten bei moderat-freundlichen Temperaturen und Urlaubsatmosphäre auf ein Minimum reduziert, erreicht er zu Herbstbeginn und zu Wahlperioden oftmals die Grenzen seiner Kapazitäten.

Oftmals reicht es aus genau hinzuhören, um sich den speziellen Charakteristika des Jammerlappens bewusst zu werden. Wer dieser Tage durch die Fußgängerzonen deutscher Städte streift hört nicht selten:

„Was soll ich denn wählen, wird doch eh nicht besser“

oder auch:

„Alles nur Lügner und auf ihren eigenen Vorteil bedacht, da bleib ich lieber zuhause und kipp mir einen hinter die Binde“

Eine Eigenart des Jammerlappens (und insbesondere seines Besitzers) ist die blinde Selbstverständlichkeit seinesgleichen in jeder Umgebung innerhalb kürzester Zeit zu orten, um sich in seiner Erbärmlichkeit zu bestätigen oder funktionell zu erweitern. Auf rituellen Begegnungen wie Stammtischen und Kaffekränzchen werden dann Jammer-Aspekte miteinander verglichen und gegebenenfalls in das eigene Repertoir neu aufgenommen.

Aus evolutionärer Sicht ist anzunehmen das sich dieses Hirnareal noch erweitert und mittelfristig angrenzende Areale die sich mit Logik, Vernunft, Zuversicht und guter Laune beschäftigen, verdrängt. Die Wissenschaft hat sich in diesem Fall schon auf eine neue taxonomische Begrifflichkeit geeinigt, nämlich die des „Jammersacks“.

In diesem Sinn: auf eine erfolgreiche Bundestagswahl!

PS: Ich bin wieder da.

Juli 11, 2009

My Tribute

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Februar 21, 2009

Mausetot ! … Socks, ehemalige First-Cat und Präsidenten-Haustier, ist verstorben

SOCKS WHITE HOUSE

Nach langer Zeit der Krankheit ist die wohl berühmteste Katze der Welt von uns gegangen.

Socks war eine Tuxedo-Katze – schwarz mit einem weißen Hals und weißen Pfoten. Chelsea Clintons Lieblingstier machte erstmals im November 1992 Schlagzeilen, als Bill Clinton die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte und die Familie noch im Amtssitz des Gouverneurs in Little Rock lebte. Im Weißen Haus hatte Socks zunächst ein schönes Leben mit viel Auslauf.

Eine eindeutige Verschlechterung trat Ende 1997 ein, als der Retriever Buddy ins Weiße Haus kam. Das Verhältnis zwischen Katze und Hund blieb stets unterkühlt. Das hinderte die damalige First Lady Hillary Clinton aber nicht daran, 1998 ein Buch mit Briefen von Kindern an die beiden Weiße-Haus-Tiere zu veröffentlichen, unter dem Titel „Dear Socks, Dear Buddy“.

Prominente Katzen möchten ihrem Bedauern Ausdruck verleihen.

Hello Kitty Cat: „Hug me cause i’m soooo sweet and sad“

Garfield: „zzz …. zzz … zzz … zzz…“

Sylvester: „Hat jemand Tweety gesehen!?“

der gestiefelte Kater aus Shrek: „Es war eine söne Seit mit Dir baby“

Auf der offiziellen Trauerfeier werden außerdem erwartet:

Scratchy, Azrael, Snowball II, Simba, Spot sowie Cat-Woman

Ruhe in Frieden Socks